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Warum Hitler den Krieg nie hätte gewinnen können!
Nicht nur deutsche Neonazis, auch normalere, rechtsgerichtete
Bürger, sogar Nationalisten in anderen Ländern, wie zum Beispiel Ungarn
diskutieren immer wieder darüber, wie Hitler den Krieg hätte gewinnen können.
Den Unsinn dieser Hirngespinste aufzuzeigen ist das Ziel dieses Artikels.
Alexander der Große, Attila, Dschinghis Khan, Napoleon, Hitler!
Waren sie genial oder einfach größenwahnsinnig? Sie alle schufen
Riesenreiche, die dann schon vor, spätestens aber kurz nach ihrem Tod wieder
zusammenbrachen. Also, wozu? Alle führten Blitzkriege, auf die die Gegner
nicht vorbereitet waren, aber halten konnten sie die Gebiete nicht.
In dem Text geht es um Hitler und der Unmöglichkeit, den 2.
Weltkrieg zu gewinnen. Wie kam es, dass weder die deutschen
Großindustriellen, noch die Befehlshaber in der deutschen Armee sehen konnten
oder wollten, dass so ein Konflikt unausweichlich mit der Niederlage
Deutschlands enden muss?
Deutschland hatte 1939 rund 100 Millionen Einwohner, Nordamerika
und das restliche Europa ungefähr 700 Millionen, die ganze Welt vielleicht 4
Milliarden.
Die damalige 3. Welt war fast vollständig auf Selbstversorgung
eingestellt und von der Gesamtproduktion der industriellen Welt hatte
Deutschland nur einen Anteil von 5%.
Kohle war zwar noch immer auf deutschem Gebiet vorhanden, aber
das wesentlich wichtiger gewordene Erdöl musste importiert werden, und genau
von Mächten, gegen die Hitler Krieg führen wollte oder aus Gebieten, die von
jenen kontrolliert wurden. Das gleiche gilt für fast alle Rohstoffe.
Deutschland verfügt zu seinem großen Pech leider über fast keine Bodenschätze
und ist deshalb bis heute, besonders als Industrieland absolut vom Import
abhängig.
Deutschland produzierte damals, wie auch heute, nicht nur für den
Binnenmarkt; Die größten Einnahmen stammten aus dem Export. Um seine Politik
der Konfrontation durchführen zu können, schloss sich das Land von seinen
Absatzmärkten aus und stellte sich auf Selbstversorgung und staatliche
Projekte, wie Ausbau des Straßen- und Schienennetzes und der Waffenindustrie
ein, was sehr bald zu einer Verteuerung der im Land erhältlichen Rohstoffe
und Mangel an finanziellen Mitteln im Staatshaushalt führen musste.
Von 1933 – 1939 hatte sich Deutschland in eine so aussichtslose
wirtschaftliche und außenpolitische Situation verwickelt, aus der es nur
entweder mit einer Wirtschaftskrise oder mit einem Krieg herauskommen konnte.
Und das war die Aufstellung im 2. Weltkrieg: Ein durchaus fähiges
Volk ließ sich von einem Esel an der Nase herumführen.
Betrachten wir
schließlich noch ein paar Beispiele aus der Geschichte.
Alexander der Große
hatte sein Reich in knapp einem Jahrzehnt erobert und viele Städte gegründet.
Es brauchte weniger als ein paar Monate nach seinem Tod, um zu zerfallen.
Das römische Reich war
in mehr als tausend Jahren gewachsen und hatte langsam fremde Völker und
Kulturen eingegliedert. Zudem waren die Römer anderen Religionen gegenüber
ziemlich tolerant, bauten ihnen in Rom sogar Tempel, weil sie glaubten: „Si deus
nobiscum, quis contra nos!“ (Wenn die Götter mit uns sind, wer ist dann gegen
uns!)
Napoleon war wieder
ein schlechtes Beispiel. Sein Reich reichte nicht einmal bis zu seinem Tod.
Die Russen,
Österreicher, Preußen und Engländer, die dann Frankreich besetzten, waren
klüger, weil sie das Land nicht unter sich aufteilen wollten, denn sie wussten
genau, dass sie es sowieso nicht würden halten können.
Hitler war einfach ein größenwahnsinniger Idiot und die Deutschen waren genauso dumm, weil sie ihm Glauben schenkten. |
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Mittwoch, 6. Mai 2015
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